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Wie du deiner Rede einen wirkungsvollen Schluss verleihst

 

Mit diesen Techniken kommst du zu einem angemessenen Abschluss, gewinnst den Kampf gegen das Vergessen und bewegst dein Publikum zur Handlung

Der erste Eindruck zählt und der letzte ist der, der bleibt. Häufig unterschätzen wir das, was zum Schluss kommt. Deshalb beschäftigen wir uns in diesem Video intensiv damit, wie du zu einem angemessenen Abschluss kommst, den Kampf gegen das Vergessen gewinnst und wie du deine Zuhörer zu einer Handlung aufforderst. Warum ist es so wichtig, sich über den Schluss deiner Rede Gedanken zu machen? Das liegt am sogenannten Primacy-Recency-Effect. Dieser besagt, dass ein Mensch sich am besten das merken kann, was zu Beginn (Primäreffekt) und zum Schluss (Rezenzeffekt) gesagt wird. Das zum Schluss Gesagte bleibt auch direkt im Kurzzeitgedächtnis sofort abrufbar.

Nutze ein Signalwort

Es gibt zwei Fettnäpfchen, in die du treten kannst, wenn es um den Abschluss deiner Rede geht. Entweder du endest abrupt oder du lässt dein Publikum in Unsicherheit, wann deine Rede nun zum Ende kommt. Wenn du zum Schluss deiner Rede oder deines Vortrages ein Signalwort benutzt, dann verstehen deine Zuhörer sofort, dass das Ende deiner Rede bevorsteht. Sie stellen sich dadurch auch geistig darauf ein und bleiben aufmerksam. Signalwörter können so etwas sein wie: abschließend, zusammenfassend, um noch einen letzten Punkt anzusprechen, etc. 

Fasse die Hauptpunkte zusammen

Wiederholung steigert nachweislich die Merkfähigkeit. Hermann Ebbinghaus, ein deutscher Psychologe, hat mit seiner berühmten Studie erforscht, dass nach 6 Tagen nur noch 20 % des Inhaltes wiedergegeben werden kann. Sebastian Leitner hat in den 70er Jahren bewiesen, dass regelmäßige Wiederholung die Merkfähigkeit deutlich erhöht. Deshalb ist es sinnvoll, die Kernpunkte deiner Rede zum Schluss noch ein mal zusammenzufassen. Damit gibst du deinem Publikum auch die Chance, das Gesagte noch einmal zu wiederholen und zu verstehen, was das Wichtigste war. 

Call To Action

Der "Call To Action" ist ein ganz konkreter Aufruf zum Abschluss deiner Rede. Dein Publikum hat während deines Vortrages nun verstanden, was wichtig ist und ist bereit zu handeln. Die Frage, die bei den meisten Zuhörern jetzt noch im Kopf bleibt, ist: "Und was jetzt?". Beantworte diese Frage mit einer ganz konkreten Handlungsaufforderung. Außerdem ist es wichtig, dass die Handlung möglichst einfach und sofort ausgeführt werden kann. Zum Beispiel kannst du nach einer Rede, in der du über die Wichtigkeit des Blutspendens sprichst, dazu aufrufen, sich jetzt in eine Liste einzutragen, um in eine Kartei mit Freiwilligen aufgenommen zu werden. Damit ist die erste kleine Hürde genommen und sie können daran erinnert werden, zum nächsten Blutspendedienst zu gehen. Frage dich also, während du deine Rede vorbereitest, wozu du dein Publikum bewegen möchtest. Was ist also das Ziel deiner Rede?

Deine Aufgabe der Woche: Benutze bei deinem nächsten Vortrag oder Präsentation ein Signalwort, um den Schluss einzuleiten.

 

 

Hermann Ebbinghaus: Über das Gedächtnis. Untersuchungen zur experimentellen Psychologie. Duncker & Humblot, Leipzig 1885.

Sebastian Leitner: So lernt man lernen. 18. Auflage. Verlag Herder, Freiburg 2011

Zarefsky, David; Public Speaking - Strategies for Success" Fifth Edition, Seiten 234, 235

Wade, C. und Tavis, C.: Psychology, New Jersey, 2005

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